Klatschmohn – Blume des Jahres 2017

Klatschmohn - Blume 2017

Klatschmohn – Blume des Jahres 2017 – mit dieser Ehre hat die „Ackerwildpflanze“ sicher nicht gerechnet. Der Überlebenskünstler kämpft um seinen Lebensraum. Ackerwildkräuter werden seit Jahren aus ihren einstigen Lebensräumen verdrängt. Die Intensivierung der Landwirtschaft, vor allem die chemische Unkrautbekämpfung, eine intensive Düngung des Bodens durch den Einsatz von Kunstdünger und Gülle scheinen die Hauptgründe für den Rückzug zu sein.

Auch wenn die Vielfalt auf Weiden und Wiesen nach und nach verschwindet – der Klatschmohn mit seiner roten Blüte zeigt Farbe. Er ist nicht zu übersehen, wenn er im Sommer aufblüht. Vielen geht das Herz auf, wenn sich Blütenknospe öffnet und die sich zusammengeknautschten, zarten und seidigen Blütenblätter auf dem dünnen Stengel im Wind bewegen.

Nach zwei bis drei Tagen ist die Blüte der Kronblätter vorbei. Es bildet sich eine Porenkapsel, die sich bis zu 4 m im Wind verstreut.

Nach der Blüte von Mai bis Juli ziehen sich die Blätter ein. Unterhalb der horstähnlichen, tiefwurzelnden Pflanze bildet sich eine tief reichende Pfahlwurzel. Aus diesem Grunde mag es der Mohn nicht, wenn die Wurzel verletzt und ihm ein neuer Platz zugewiesen wird.

Das aneinander Klatschen der Blütenblätter gab dieser anspruchslosen Pflanze ihren Namen. Alle Bestandteile der Pflanze sind giftig. Interessant, dass früher Kinder der besonders giftige Milchsaft des Stengels bei Schlafstörungen verabreicht wurde.

Im ersten Weltkrieg blühte der Klatschmohn in Flandern tausendfach auf den Schützengräben und wurde in den angelsächsischen Ländern das Symbol für das Gedenken an die gefallenen Soldaten.

Die Steckrübe ist das Gemüse des Jahres 2017

 


Oudoro - HochbeetXXL

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