Bienenweiden helfen den Bienen

Biene sucht Nektar

 

In den Sommermonaten begegnen wir den Bienen überall – sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Man kann sie in Gärten, auf dem Balkon, auf Wiesen, in Hecken und sogar im Wald bei ihrer Arbeit beobachten. Diese Begegnungen haben in den letzten Jahren jedoch abgenommen. Das ist schade, schließlich bringen die Bienen einen enormen Nutzen für unsere Natur. Was können wir also tun, um den Verschwinden der Bienen entgegenzuwirken? Bienenweiden könnten eine wichtige Rolle spielen. Dabei handelt es sich um Pflanzen, welche von Bienen bevorzugt angeflogen werden, da sie ihnen ein besonders reichhaltiges Angebot an Pollen und Nektar unterbreiten.

 

Wie Bienen unserem Ökosystem nutzen

 

Zunächst lohnt sich aber ein Blick auf den tatsächlichen Nutzen, welchen Bienen nicht nur dem Menschen, sondern dem gesamten Ökosystem in dem sie sich bewegen erweisen. Dabei kann zwischen ihrem indirekten und ihrem direkten Nutzen unterschieden werden. Der direkte Nutzen speist sich hierbei aus den Produkten, welche die Bienen herstellen. Diese können vom Imker wirtschaftlich vermarktet werden. Zu ihnen zählen unter anderem Honig und Bienenwachs. (Klicken Sie hier für mehr Informationen über Bienen.)

 

Der weitaus größere, indirekte Nutzen ist jedoch in ihrer Bestäubungsleistung zu sehen. So mag es nicht verwundern, dass die Biene, nach Rind und Schwein, an dritter Stelle der wichtigsten, volkswirtschaftlichen Nutztiere angesiedelt wird. Hier sind es nicht nur Wildpflanzen, die auf die Biene und deren Bestäubungsarbeit angewiesen sind. Ganze Zweige der Landwirtschaft, in besonderem Maße der Obst- und Gemüseanbau aber auch andere Bereiche wie der Gartenbau oder die Saatguterzeugung, sind unmittelbar von ihrer Bestäubungsleistung abhängig.

 

Unsere Flora braucht die Bienen

 

Noch deutlicher wird diese Thematik, zieht man die „harten“ Fakten zu Rate. Demnach sind rund 80% unserer Kulturpflanzen auf die Verteilung ihrer Pollen durch Insekten angewiesen. Da von 100% der Blütenbesucher mehr als zwei Drittel den Bienen zugerechnet werden können, sprechen auch die Zahlen eine eindeutige Sprache: Ohne Bienen geht es nicht. Nicht nur die landschaftliche Artenvielfalt würde sich unter ihrem Verlust stark verringern, auch bei der Erzeugung von alltäglichen Nahrungsmitteln kämen auf den Menschen immense Probleme zu. Nur indem die Biene die Samenpflanze durch ihre Bestäubungsarbeit befruchtet und ihr dadurch die Bildung von neuen Samen ermöglicht, kann der Erhalt und Fortbestand unserer artenreichen Flora gewährleistet werden.

 

Bienenweiden und ihre Trachtpflanzen

 

Bienenweiden sind nicht nur schön im Garten anzusehen – ihnen kommt auch eine besondere Bedeutung für die Imker und Gärtner zu. Bienen befinden sich im permanenten Austausch mit ihrer Umwelt und sind dementsprechend stark von deren Veränderungen betroffen. Bienenweiden stellen dabei die Nahrungsgrundlage der Biene dar und werden somit zum wichtigsten Standortfaktor in der Umgebung des Bienenstocks. Zu ihnen zählen alle Pflanzen, die von Bienen bei ihren Sammelflügen in einem Radius von bis zu 50 qkm angesteuert werden und von denen sie Pollen und Nektar gewinnen. Der daraus entstehende Honig, der anschließend von den Imkern geerntet wird, bezeichnet man in Fachkreisen als „Tracht“.

 

Während also der Begriff Trachtpflanze bestimmte Pflanzen bezeichnet, aus welcher die Biene Nektar für den späteren Honig (Tracht) gewinnt, wird unter dem Begriff der Bienenweide die Gesamtheit aller Pflanzen verstanden, die es der Biene ermöglicht die jeweilige Tracht zu produzieren. Zum Vergleich eignet sich hier das Rind, welches, je nach der Zusammensetzung der Wiese von der es seine Nahrung aufnimmt, Milch mit unterschiedlichem Nährwert und Geschmack erzeugt.

 

Dabei ist jedoch Bienenweide nicht gleich Bienenweide. Inwieweit sich spezifische Pflanzen als Bienenweide eignen, kommt auf deren Trachtwert an. Dieser bewegt sich auf einer Skala von 0 bis 5. Dabei haben Pflanzen mit einem Trachtwert von 0 keinen Nutzen als Bienenweide, wobei Pflanzen mit einem Trachtwert von 4 oder höher als besonders geeignet eingestuft werden können. Darüber hinaus wird zusätzlich zwischen dem Pollen- und Nektarwert der betreffenden Pflanze unterschieden. Eine Ausnahme stellt hier die Waldtracht dar. Diese wird dadurch gewonnen, dass die Bienen Honigtau statt Nektar zu Herstellung ihres Honigs sammeln. Dieser wird von Rinden- und Schildläusen abgesondert welche sich häufig auf Nadelgehölzen finden lassen.

 

Blütenpracht statt Einöde – Bienen aktiv schützen

 

Der Imker hat allerlei Möglichkeiten, seine Erträge zu erhöhen und die Entwicklung seines Bienenvolkes positiv zu beeinflussen. Hierbei ist eine weitreichende Kenntnis der wichtigsten Bienenweiden unerlässlich. Ein gut gewählter Standort für den Bienenstock, der den Bienen eine ausreichende Versorgung mit Pollen und Nektar zukommen lässt, bildet hier die Grundlage. Dieser kann entweder durch das Versetzen der Bienen an einen anderen Ort oder durch die Anpflanzung bestimmter Trachtpflanzen aufgewertet werden. Ein hoher Honigertrag lässt sich zum Beispiel durch gute Nektarlieferanten wie etwa dem Raps oder dem Klee erzielen. Gleichzeitig muss auch die ausreichende Versorgung des Volkes mit Pollen gesichert sein.

 

Als Aufbaufutter sind Pollen mit ihrem hohen Gehalt an Eiweiß für die gesamte Bienenpopulation unverzichtbar. Darüber hinaus gilt es, die Blühzeiträume der jeweiligen Futterpflanzen zu beachten. Es sollten keine plötzlichen Lücken zwischen den aufeinanderfolgenden Blühperioden auftreten, sondern vielmehr ein fließender Übergang zwischen diesen angestrebt werden. Experten sprechen hier von einem Trachtenfließband.

 

Mit dem Garten die Bienen schützen

 

Aber nicht nur der Imker kann den Bienen das Leben leichter machen. In Zeiten der Nahrungsknappheit kann besonders den Wildbienen durch das Anpflanzen geeigneter Futterpflanzen geholfen werden. Dazu eignet sich der eigene Garten ebenso gut wie der Balkon oder die Terrasse. Dabei sollte auf ein durchgängiges Blühangebot geachtet werden. Werden früh- mittel- und spätblühende Arten angepflanzt, finden Bienen ein lückenloses Nahrungsangebot rund um die gesamte Vegetationsperiode vor. Des Weiteren ist es ratsam, auf Vielfalt statt Einseitigkeit zu setzen. Nicht jede Wildbienenart bevorzugt die gleiche Nahrung. Es gibt hier regelrechte Spezialisten, welche es nur auf ganz bestimmte Pflanzen abgesehen haben.

 

Je vielfältiger das Angebot, desto breiter ist also auch die summende Zielgruppe welche hier bedient werden kann. Viele Pflanzen die heute im Handel erhältlich sind, haben jedoch gar keinen oder nur einen geringen Nutzen für unsere heimischen Bienenarten. Hierzu zählen zum Beispiel Blumen mit gefüllten Blüten, die aufgrund ihrer speziellen Züchtung zwar schön aussehen, den Bienen aber kaum Nektar und Pollen zu bieten haben. Auch mit Pflanzen, die in anderen Teilen der Erde beheimatet sind, können die hier ansässigen Arten meist nur sehr wenig anfangen.

 

Um sicher zu gehen, sollte beim Kauf von Saatgut auf heimische Wildformen zurückgegriffen und auf deren genetische Vielfalt geachtet werden. Dabei ist es egal, ob eine ganze Wildblumenwiese erschaffen werden soll oder die Gestaltung der Balkonkästen ansteht: Wer hier bevorzugt bienenfreundliche Pflanzen ansiedelt und auf aggressive Pflanzenschutzmittel verzichtet, erhält nicht nur ein hübsch anzusehendes Blütenparadies sondern bemüht sich aktiv darum, den Fortbestand der Bienen nachhaltig zu sichern. Damit ist es jedem möglich, dem drohende Szenario eines Verschwindens des weltweit wichtigsten Bestäubers entgegen zu wirken. Verlieren die Bienen, verlieren auch wir Menschen und zwar mehr als nur das leckere Honigbrot zum Frühstück.

 

 

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